Montag, 26. November 2012

PI: Verdammtes Unglück.

Geschrieben von petit Indien.

Verdammtes Unglück
[o] Oktober 2012

Verdammt,
verschließ' dich!
Vergiss den Weg, das Glück, die Entscheidung.
Egal wo, wer, wie -
du könntest es mit Wille -
du willst nicht,
aber du,
du musst sein.

Du verstehst kein Leben,
du!
- hast das Brett vorm Kopf.
Du ziehst, zerrst,
du drückst runter, du verpestest!
Verdammt!

Du bist ein Strudel,
du stehst dir im Weg,
du bist dein Unglück.
Blind, taub, stumm.

Rede,
verstrick' dich
im Netz deines Selbstmitleids,
im Nebel deiner Trauer, deiner Wut und
deines verdammten Neids.
Neid ist ein Feuer,
dass dies mit sich zieht, verbrennt.
Alles verbrennt, alles wird zu
Asche und legt sich auf
deine bereits gegangenen Wege,
sodass du
denkst -
ja du denkst! -
dass dieser Weg neu wäre,
dass dieser Weg raus führte,
raus aus dem Labyrinth deiner Trauer,
deines eigenen doch so
verzweifelten Schicksals.

Schau genauer hin!

Aber ich,...
ich geb' auf, ich lasse los.
Ich lasse dein Unglück nicht zu
meinem, nicht zu unserem Unglück werden.
Will ich?
Willst du?
Verdammt!

Du raubst mir die
Kraft zu glauben,
weil du nur dies
sein willst und
du und du und du.

Klar seh' ich,
wie du schwankst,
und klar weiß ich,
wie das Wasser in deinem Herzen
überläuft und du das
Ertrinken fühlst,
die Luft und alles in
Kreisen dich
gefangen hält.

Ich aber
sehe auch,
dass du
mich siehst,
nur nicht
sehen willst.

Immer nur du stehst
im Mittelpunkt deiner
Gedanken.
Und du
machst Liebe so schwer
und du
machst
schwer.

Bist du verliebt
in dein Bild des Unglücks?
Hat es dich verführt,
umschlungen in der Umarmung
der Sicherheit, die du,
gespiegelt im Wasser,
für Liebe hältst?
Für Zukunft und für
Selbsterkenntnis?

Du bist es.
Du verhinderst,
du verletzt.
Du verstehst, sprichst die Sprache,
aufzuziehen durch
runter zuziehen, durchs Festhalten
abzuschrecken,
durch Liebe zu hassen.
Du verstehst, dass ich
mich -
nur noch voller Wille vom
Hassen und vom Lieben abhalte,
nur noch Leben will -
der Schmerz ist egal?

Aber du -

spiel' mit deiner Realität.
Spiel' mit deiner
Welt,
du.
Tust mir weh.
Und du
wirst verstehen,
dass ich nur noch
weg von dir
will.

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