Donnerstag, 15. November 2012

PI: Traumtänzerin 15

Geschrieben von petit Indien.


Mit jeder Minute wird es unwirklicher. War es wirklich wahr? Soll es wirklich wahr sein?

Würde mich denn das glücklich machen? Gegen ihn, für sie? Für ihn, gegen sie? Warum bringt jede Entscheidung eine andere nach sich? Warum kann ich nichts entscheiden, ohne mich gleichzeitig gegen etwas anderes zu entscheiden? Ist es egal, was die anderen entscheiden? Ist nur wichtig, was ich will und wer ich bin? Aber ihre Entscheidungen beeinflussen mich und wenn -
Mit einem heftigen Schub weht mir der Meereswind ins Gesicht.
Der salzige Geruch übertönt meine Gedanken, die seit meiner Ankunft hier nur Kreise drehen. Und ich komme an.
Bin glücklich. Bin frei, bin nur ich.
Ich verstehe, dass es jetzt soweit ist. Jetzt ist alles von mir weg. Und ich bin leicht und fliege mit dem Wind.

Voll Genuss strecke ich ein letztes Mal meine Nase in die Meeresluft, lausche noch einmal dem Meeresrauschen. Dann löse ich mich.
Alles ist jetzt unwichtig und ich merke, dass ich mich schon lange entschieden habe. Nicht für ihn, nicht für Kai. Ich habe mich gegen ihn entschieden, vielleicht auch gegen sie, das weiß ich noch nicht. Jetzt habe ich mich für das Leben entschieden. Ich kann weg vom Meer, ich will jetzt zurück. Nach Hause, zum Alltag.

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