Zwei
Frauen. Sie würden sich am Strand begegnen, sich umrunden, sich
anschauen. Die eine würde lächeln, die andere zurück lächeln.
Gewissheit. Sie würden es wissen. Zusammen würden sie weitergehen,
Sand zwischen den nackten Zehen und auch vor ihnen würde das Meer
rauschen. Niemand außer ihnen würde wissen, dass da mehr ist. Jeder
sähe nur zwei Frauen, die ihren Weg zwar zusammen gehen, aber eben
nicht zusammen sind. Niemand würde wissen, was in ihnen vorgeht,
vorging. Niemand, niemand würde hören, wie die eine über ihr
gemeinsames Glück nach grübeln würde, zu keinem Ende käme. Alle
würden das ewige Rauschen des Meeres hören, doch die Spuren der
beiden Frauen im Sand würden schon nach kurzer Zeit verweht sein.
Und selbst wenn es nicht wehen würde, wenn es windstille sein
sollte, selbst dann würden die Spuren spätestens mit der nächsten
Flut verschwunden sein.
Es
könnte so einfach sein, das Glück zu haben. Nur ein einziger Traum,
ein Glück, eins von vielen.
Ich
könnte sofort wieder die Augen schließen und mich gefangen vom
Meeresrauschen ins Traumreich träumen und vom Glücksgedanken
treiben lassen. Noch weitere Momente durchleben.
Meine
Realität verblasst angesichts dieser Leichtigkeit. Sich treiben
lassen.
Doch
nein, treiben lassen bringt nichts. Dass das nichts bringt, habe ich
ja gesehen. Dass Träumereien zu nichts führen, musste ich
schmerzlich erfahren. Und noch schlimmer, mussten sie beide auch
erfahren. Durch mich. Durch mein Treiben lassen. Nein, ich zwinge
mich, meine Augen offen zu halten. Kein weiterer erdachter
Glücksmoment. Nein. Es könnte so einfach sein…
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen