geschrieben von CarinA
2.
Kapitel
„Lass
uns doch noch in den kleinen Schokoladenladen gehen – etwas Schoki
wird dir gut tun, Tessa!“ „Ach Pia, du bist süß. Du hast mir
doch schon mit dem Wellnesstag in der Therme etwas geholfen, meinen
Stress zu mindern!“ Die Frauen machen ihre Liegen für die zwei
jungen Mädchen frei, die schon gefragt haben, ob diese frei werden.
„Na und? Wir haben doch noch Zeit. Wenn Timo schon mal auf Amanda
aufpasst, dann müssen wir das doch auch ausnutzen!“ Tatsächlich
hatte Timo, Tessas Ehemann, an dem heutigen Tag sich einmal Zeit
genommen, um sich um ihre gemeinsame Tochter Amanda zu kümmern.
Häufig kam das nicht vor. Die meiste Zeit war er in seiner Firma und
arbeitete. Tessa war so den ganzen Tag allein, musste den Haushalt
schmeißen und gleichzeitig die ganze Zeit ein Auge auf Amanda haben.
Ziemlich viel Stress für die Mutter. „Ich weiß, aber ich will ihn
nicht so lange allein lassen. Er ist doch auch müde von der Arbeit.“
Pia schüttelt den Kopf. „Das schafft er schon. Außerdem, wenn du
müde bist, kommt er doch auch nicht und hilft dir oder?“ „Nein,
das nicht, aber…“ Pia fällt ihr ins Wort. „Nichts aber! Wir
gehen jetzt noch in den Schokoladenladen und kaufen uns jede Menge
Leckereien, das hilft dir doch immer bei dem Stress, oder? Das hast
du doch mal gesagt!“ „Ja, also ich finde, Schokolade
macht glücklich! – also mich zumindest! Da geht es mir immer
gleich viel besser!“ Pia hakt sich bei ihrer Freundin ein und
gemeinsam gehen sie zu dem kleinen Laden, der gleich in der Nähe der
Therme ist. Tessa fühlt sich dort wie in einem Paradies. Sie kaufen
eine Menge Schokolade und Tessa fängt auch gleich an zu naschen. Pia
beobachtet ihre Freundin. „Na siehst du, wusste ich doch, dass dir
das gefällt!“ Tessa grinst und nickt eifrig. „Ja, hier kann ich
endlich mal den ganzen Stress hinter mir lassen und an nichts denken,
außer an Schokolade.“ „Tessa, das solltest du öfters tun. Du
machst dich sonst noch ganz kaputt mit dem ganzen Stress zu Hause.“
Schweigend gehen die beiden Frauen in das nächste Regal. „Du hast
Recht, Pia. Ich darf mir das nicht weiter gefallen lassen. Ich bin
zwar eine Frau – aber das heißt noch lange nicht, dass ich nur
Hausfrau und Mutter sein muss. Wer sagt denn, dass ich nicht genauso
gut wieder arbeiten gehen kann? Ein Kindermädchen findet sich
bestimmt leicht für Amanda!“ Pia lächelt sie aufmunternd an.
„Gute Einstellung! Es wird höchste Zeit, dass du wieder mal raus
aus dem Haus kommst!“ Die Freundinnen genießen weiter den Duft und
Geschmack der Schokolade und gehen von Regal zu Regal. „Ach, das
war wirklich eine gute Idee hierher zu kommen Pia – jetzt geht es
mir schon viel besser und ich freu mich einfach nur, meinen Mann und
meine Kleine wieder in die Arme schließen zu können…und wer weiß,
vielleicht schlage ich Timo wirklich vor, dass ich wieder halbtags
arbeiten gehen könnte, während auf Amanda ein Kindermädchen
aufpasst!“ „Ja, das solltest du ihm wirklich vorschlagen, dann
würdest du wenigstens mal wieder mehr rauskommen!“ Sie gehen zum
nächsten Regal und probieren weitere Pralinen. In der selben Reihe
stehen schon zwei junge Frauen, die sich angeregt unterhalten, Pia
und Tessa schnappen nur das Wort „Stress“ auf und fangen an zu
lachen…
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