Mittwoch, 25. April 2012

CA: Von Glück zu Glück 2

geschrieben von CarinA

2. Kapitel

Lass uns doch noch in den kleinen Schokoladenladen gehen – etwas Schoki wird dir gut tun, Tessa!“ „Ach Pia, du bist süß. Du hast mir doch schon mit dem Wellnesstag in der Therme etwas geholfen, meinen Stress zu mindern!“ Die Frauen machen ihre Liegen für die zwei jungen Mädchen frei, die schon gefragt haben, ob diese frei werden. „Na und? Wir haben doch noch Zeit. Wenn Timo schon mal auf Amanda aufpasst, dann müssen wir das doch auch ausnutzen!“ Tatsächlich hatte Timo, Tessas Ehemann, an dem heutigen Tag sich einmal Zeit genommen, um sich um ihre gemeinsame Tochter Amanda zu kümmern. Häufig kam das nicht vor. Die meiste Zeit war er in seiner Firma und arbeitete. Tessa war so den ganzen Tag allein, musste den Haushalt schmeißen und gleichzeitig die ganze Zeit ein Auge auf Amanda haben. Ziemlich viel Stress für die Mutter. „Ich weiß, aber ich will ihn nicht so lange allein lassen. Er ist doch auch müde von der Arbeit.“ Pia schüttelt den Kopf. „Das schafft er schon. Außerdem, wenn du müde bist, kommt er doch auch nicht und hilft dir oder?“ „Nein, das nicht, aber…“ Pia fällt ihr ins Wort. „Nichts aber! Wir gehen jetzt noch in den Schokoladenladen und kaufen uns jede Menge Leckereien, das hilft dir doch immer bei dem Stress, oder? Das hast du doch mal gesagt!“ „Ja, also ich finde, Schokolade macht glücklich! – also mich zumindest! Da geht es mir immer gleich viel besser!“ Pia hakt sich bei ihrer Freundin ein und gemeinsam gehen sie zu dem kleinen Laden, der gleich in der Nähe der Therme ist. Tessa fühlt sich dort wie in einem Paradies. Sie kaufen eine Menge Schokolade und Tessa fängt auch gleich an zu naschen. Pia beobachtet ihre Freundin. „Na siehst du, wusste ich doch, dass dir das gefällt!“ Tessa grinst und nickt eifrig. „Ja, hier kann ich endlich mal den ganzen Stress hinter mir lassen und an nichts denken, außer an Schokolade.“ „Tessa, das solltest du öfters tun. Du machst dich sonst noch ganz kaputt mit dem ganzen Stress zu Hause.“ Schweigend gehen die beiden Frauen in das nächste Regal. „Du hast Recht, Pia. Ich darf mir das nicht weiter gefallen lassen. Ich bin zwar eine Frau – aber das heißt noch lange nicht, dass ich nur Hausfrau und Mutter sein muss. Wer sagt denn, dass ich nicht genauso gut wieder arbeiten gehen kann? Ein Kindermädchen findet sich bestimmt leicht für Amanda!“ Pia lächelt sie aufmunternd an. „Gute Einstellung! Es wird höchste Zeit, dass du wieder mal raus aus dem Haus kommst!“ Die Freundinnen genießen weiter den Duft und Geschmack der Schokolade und gehen von Regal zu Regal. „Ach, das war wirklich eine gute Idee hierher zu kommen Pia – jetzt geht es mir schon viel besser und ich freu mich einfach nur, meinen Mann und meine Kleine wieder in die Arme schließen zu können…und wer weiß, vielleicht schlage ich Timo wirklich vor, dass ich wieder halbtags arbeiten gehen könnte, während auf Amanda ein Kindermädchen aufpasst!“ „Ja, das solltest du ihm wirklich vorschlagen, dann würdest du wenigstens mal wieder mehr rauskommen!“ Sie gehen zum nächsten Regal und probieren weitere Pralinen. In der selben Reihe stehen schon zwei junge Frauen, die sich angeregt unterhalten, Pia und Tessa schnappen nur das Wort „Stress“ auf und fangen an zu lachen…

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