geschrieben von CarinA
6.
Kapitel
Zusammen, ja
zusammen schafften wir wirklich alles. Marco ging es immer besser und
sobald er aus der Klinik entlassen wurde, machten wir uns auf den Weg
zu meiner Mutter. Als sie die Tür öffnete, war sie zunächst etwas
irritiert, doch im nächsten Augenblick nahm sie mich schon in den
Arm und fing an zu weinen. Wir redeten uns aus und am Ende dieses
Tages konnte sie sich auch an den Gedanken gewöhnen, dass sie in
nicht allzu ferner Zukunft Oma sein würde.
Alles war
nahezu perfekt. Marco und ich zogen in eine schöne Wohnung, die in
der Nähe von meiner Mutter und auch meiner Schule war, jedoch auch
nicht allzu weit entfernt von seiner Arbeitsstelle. Mein Abi konnte
ich nachholen, sobald unser Baby auf der Welt sein würde und ich
mich auch bereit dazu fühlen würde. Nach seiner vollständigen
Genesung konnte dann Marco wieder arbeiten gehen, während ich
versuchte mich etwas zu schonen, da der Geburtstermin immer näher
rückte. Ich verbrachte viel Zeit bei meiner Mutter, die mich wieder
tatkräftig unterstützte.
Und
dann war auch schon der große Tag gekommen. Schon früh am Morgen
erwachte ich mit starken Schmerzen. Es war eindeutig: die Wehen
hatten eingesetzt. Marco packte schleunigst meine Tasche mit den
nötigen Sachen zusammen, und kurze Zeit später fuhren wir in das
nächste Krankenhaus. Unterwegs riefen wir noch bei meiner Mutter und
seinen Eltern an, um Bescheid zu sagen, dass wir schon auf dem Weg in
die Klinik wären.
Schlussendlich
lag ich dann noch weitere 7 Stunden in den Wehen. Marco war stets an
meiner Seite und litt mit mir. Es erreichte uns unterdessen schon die
Nachricht, dass unsere Mütter beide vor dem Kreissaal warteten. Am
frühen Nachmittag war es dann endlich soweit: der erste Schrei
unseres Babys ertönte im Kreissaal. Der Doktor verkündete:
„Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Mädchen!“ Glücklich
schnitt Marco die Nabelschnur auseinander, bevor die Hebamme mir dann
unsere Tochter in die Arme legte. Sie war wunderschön und auch Marco
betrachtete uns überglücklich. Am Abend, als dann alle
Untersuchungen vorüber waren, standen sowohl Marco als auch unsere
beiden Mütter um mein Bett herum, in dem ich mit unserer Tochter im
Arm lag. Meine Mutter stellte die Frage, die die beiden Großmütter
interessierte: „Wie soll sie denn überhaupt heißen?“ Marco
lächelte mich an und ich sagte: „Wir haben uns für den Namen Mia
entschieden!“ Die stolzen Omas grinsten uns an und sagten fast
gleichzeitig: „Das ist aber ein schöner Name!“ Wir mussten alle
lachen.
Später,
als unsere Mamas gegangen waren, lagen wir zusammen in meinem Bett
und ich hielt Mia immer noch in meinem Arm. Stolz schaute Marco
unsere gemeinsame Tochter an. „Ich bin so glücklich wie noch nie.
Ich liebe euch, meine zwei Süßen!“ Zärtlich gab er zuerst Mia
und dann mir einen Kuss. Auch ich war überglücklich und stolz.
„Weißt du, als ich noch klein war, habe ich meine Mutter mal
gefragt, was denn Liebe sei. Und weißt du, was sie darauf
geantwortet hat?“ Marco schüttelte den Kopf und lächelte. „Nein,
was hat sie denn geantwortet?“ „Liebe ist, wenn man ganz großes
Glück hat und eine besondere Person trifft! Damals verstand ich sie
noch nicht so ganz, aber jetzt weiß ich ganz genau was sie damit
meinte. Wenn ich nun dich sehe, und vor allem auch unsere Tochter in
meinem Arm, dann weiß ich, dass ich trotz allen Schicksalsschlägen
und Problemen, die wir hatten, das größte Glück auf Erden hatte.
Ich habe eine ganz besondere Person getroffen, nämlich dich und
zusammen haben wir jetzt eine wundervolle, süße Tochter, auf die
ich unendlich stolz bin. Ich liebe dich und Mia über alles!“ Er
umarmte uns und ich wusste, ich konnte in eine wundervolle Zukunft
mit Marco und Mia schauen….
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