Mittwoch, 18. April 2012

CA: Das Glück in meinen Armen 6

geschrieben von CarinA

6. Kapitel

Zusammen, ja zusammen schafften wir wirklich alles. Marco ging es immer besser und sobald er aus der Klinik entlassen wurde, machten wir uns auf den Weg zu meiner Mutter. Als sie die Tür öffnete, war sie zunächst etwas irritiert, doch im nächsten Augenblick nahm sie mich schon in den Arm und fing an zu weinen. Wir redeten uns aus und am Ende dieses Tages konnte sie sich auch an den Gedanken gewöhnen, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft Oma sein würde.
Alles war nahezu perfekt. Marco und ich zogen in eine schöne Wohnung, die in der Nähe von meiner Mutter und auch meiner Schule war, jedoch auch nicht allzu weit entfernt von seiner Arbeitsstelle. Mein Abi konnte ich nachholen, sobald unser Baby auf der Welt sein würde und ich mich auch bereit dazu fühlen würde. Nach seiner vollständigen Genesung konnte dann Marco wieder arbeiten gehen, während ich versuchte mich etwas zu schonen, da der Geburtstermin immer näher rückte. Ich verbrachte viel Zeit bei meiner Mutter, die mich wieder tatkräftig unterstützte.
Und dann war auch schon der große Tag gekommen. Schon früh am Morgen erwachte ich mit starken Schmerzen. Es war eindeutig: die Wehen hatten eingesetzt. Marco packte schleunigst meine Tasche mit den nötigen Sachen zusammen, und kurze Zeit später fuhren wir in das nächste Krankenhaus. Unterwegs riefen wir noch bei meiner Mutter und seinen Eltern an, um Bescheid zu sagen, dass wir schon auf dem Weg in die Klinik wären.
Schlussendlich lag ich dann noch weitere 7 Stunden in den Wehen. Marco war stets an meiner Seite und litt mit mir. Es erreichte uns unterdessen schon die Nachricht, dass unsere Mütter beide vor dem Kreissaal warteten. Am frühen Nachmittag war es dann endlich soweit: der erste Schrei unseres Babys ertönte im Kreissaal. Der Doktor verkündete: „Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Mädchen!“ Glücklich schnitt Marco die Nabelschnur auseinander, bevor die Hebamme mir dann unsere Tochter in die Arme legte. Sie war wunderschön und auch Marco betrachtete uns überglücklich. Am Abend, als dann alle Untersuchungen vorüber waren, standen sowohl Marco als auch unsere beiden Mütter um mein Bett herum, in dem ich mit unserer Tochter im Arm lag. Meine Mutter stellte die Frage, die die beiden Großmütter interessierte: „Wie soll sie denn überhaupt heißen?“ Marco lächelte mich an und ich sagte: „Wir haben uns für den Namen Mia entschieden!“ Die stolzen Omas grinsten uns an und sagten fast gleichzeitig: „Das ist aber ein schöner Name!“ Wir mussten alle lachen.
Später, als unsere Mamas gegangen waren, lagen wir zusammen in meinem Bett und ich hielt Mia immer noch in meinem Arm. Stolz schaute Marco unsere gemeinsame Tochter an. „Ich bin so glücklich wie noch nie. Ich liebe euch, meine zwei Süßen!“ Zärtlich gab er zuerst Mia und dann mir einen Kuss. Auch ich war überglücklich und stolz. „Weißt du, als ich noch klein war, habe ich meine Mutter mal gefragt, was denn Liebe sei. Und weißt du, was sie darauf geantwortet hat?“ Marco schüttelte den Kopf und lächelte. „Nein, was hat sie denn geantwortet?“ „Liebe ist, wenn man ganz großes Glück hat und eine besondere Person trifft! Damals verstand ich sie noch nicht so ganz, aber jetzt weiß ich ganz genau was sie damit meinte. Wenn ich nun dich sehe, und vor allem auch unsere Tochter in meinem Arm, dann weiß ich, dass ich trotz allen Schicksalsschlägen und Problemen, die wir hatten, das größte Glück auf Erden hatte. Ich habe eine ganz besondere Person getroffen, nämlich dich und zusammen haben wir jetzt eine wundervolle, süße Tochter, auf die ich unendlich stolz bin. Ich liebe dich und Mia über alles!“ Er umarmte uns und ich wusste, ich konnte in eine wundervolle Zukunft mit Marco und Mia schauen….

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