Mein
Glück ist anspruchsvoll und braucht Aufmerksamkeit
Mein Glück ist ziemlich
launisch.
Es kommt nur, wenn es Lust
hat, dann geht es schnell wieder und will doch wieder herein. Kurz
gesagt, es kann sich nicht entscheiden, ob es da bleibt oder geht.
Manchmal erfreut es mich,
indem es mich mit Spielereien erheitert, mich durch seine süßen
Rufe lockt oder mich sanft umschmiegt und kommt, wenn ich es am
wenigsten erwarte.
Mein Glück macht mich
auch sauer, wenn es Restspuren durch die ganze Wohnung verteilt und
alles in Trümmern zurücklässt oder schon früh morgens in mein
Zimmer stürmt, wenn ich noch gar nicht vorbereitet bin. Wenn es über
die Tastatur huscht und dann etwas ganz anderes heraus kommt, als ich
ursprünglich haben wollte.
Mein Glück kratzt auch
manchmal und hinterlässt Abdrücke überall.
Mein Glück bleibt bei mir
und ist dennoch eine treulose Tomate, das dorthin geht, wo es
verwöhnt wird.
Mein Glück ist quengelig
und will nur das Beste vom Besten, es will gepflegt und gestreichelt
werden und kann nicht lange warten, ohne sich lautstark bemerkbar zu
machen.
Zwar ist mein Glück
reinlich, aber seine Haare kleben trotzdem überall.
Mein Glück macht laute
Schlabber- und Schmatzgeräusche und verteilt sich beim Essen über
die ganze Wohnung.
Manchmal thront mein Glück
auch auf meinem Platz und bewegt sich tagelang nicht vom Fleck. Es
lässt mich manchmal staunen, seufzen oder schwärmen.
Ich weiß, dass diese Art
von Glück nicht so flüchtig ist, aber es ist eigenwillig.
Mein Glück urteilt nicht,
es ist einfach, wie es ist.
Ich liebe mein Glück
abgöttisch und würde es für nichts in der Welt hergeben.
Mein Glück ist mein
Seelenheil und mein Trostpflaster. Und es verteilt auch Küsse und
Streicheleinheiten an mich. Aber nur, wenn er Lust hat...
Da ist mein Glück:
Lollo
Soundtrack: Geschnurre und
ungeduldiges Maunzen
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