Samstag, 19. Mai 2012

RL: Sommer 2011

geschrieben von Rabea L.


Sommer 2011

Person.
Ich.
Thema?
Sommer 2011.
Sommer 2011?
Kann man über etwas schreiben, nachdenken, philosophieren, was noch nicht beendet ist?
Beendet im Kalender, aber nicht im Herzen.
Man hält es fest.
Wagt Rückblicke.
Doch vorbei ist es nicht.
Immer wieder denkt man Gedanken, fühlt Gefühle.
Sie gehören zu diesem Sommer.
Sind noch nicht beendet.
Nicht beendet, auch wenn dieser Sommer geendet hat.
Sie werden mich verfolgen.
Gute wie schlechte.
Alles bricht auf mich herein.
Kann ich selbst entscheiden, was ich tat oder waren meine Schritte vorbestimmt?
Ich liebe und wurde geliebt.
Ich reiste durch die Welt und diese Welt wandert durch mich und verwandelt meine Seele.
Andere Länder, andere Kulturen.
Andere Menschen umgeben mich und hinterlassen Spuren in mir.
Begegnungen sind nicht einfache Treffen.
Sie sind mehr.
Sie sind Offenbarungen.
Ich offenbare mich, während mir die Wahrheiten und Lügen anderer offenbart werden.
Aus Freunden werden dadurch Geschwister.
Auf Ewig verbunden durch ein Band der Gefühle.
Alles erweitert sich.
Erweitert mich.
Mein Horizont wird größer.
Größer durch die geistige Arbeit mit Zahlen.
Zahlen die für jeden unwichtig, für mich jedoch wichtig sind.
Bunt auf weiß und doch so einfach.
Schwer für andere.
Andere Menschen auf der Welt.
Menschen die feiern, während andere trauernd, traurig daneben sitzen.
Sie werden zwar gesehen, aber nicht bemerkt.
Ich bemerke sie.
Sie, die Trauer.
Höre ihr zu.
Versuche sie zu verstehen und abzuwenden.
Schaffe es, doch erschaffe gleichzeitig neue Trauer in dem Menschen.
Lasse ihn allein und erinnere mich an seine und meine Geschichten.
Geschichten über Freude und Musik.
Metaller Musik, die bejubelt wurde.
Solange bejubelt, bis sie mich vernichtet hat.
Vernichtet für kurze Zeit.
Nach dieser Pause himmelte ich sie aufs neue an und feierte sie mit meinesgleichen.
Wie gesagt.
Alle fühlen Gefühle wie Liebe, Trauer und Freude.
Ich denke Gedanken über das Unvollkommene, was ich mit diesen Gefühlen verbinde.
Mein Sommer 2011.

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