4.
Als ich aufwache ist diese Duft immer
noch da und Leovay auch. Er schläft noch. Ich muss sofort zu meiner
Einzelsitzung, also richte ich mich schnell und gehe direkt hin. Ich
erzähle dem Arzt wie schön alles ist und das es mir schon wieder
gut geht, da ich mein Glück wieder gefunden habe. Der Arzt schaut
mich skeptisch an. „Wie sagen sie heißt der Patient?“ Ich
erzähle nochmal alles haarklein. Der Arzt scheint verwirrt. „Er
liegt bei ihnen im Bett?“ Ich nicke. „Okay, dann gehe ich
zusammen mit ihnen auf ihr Zimmer.“ Er steht auf und nimmt mich bei
der Hand. Ich verstehe nicht ganz, was das soll. Ich mache die Tür
auf und sehe, wie Leovay immer noch in meinem Bett liegt und pennt.
„Schauen sie, er schläft noch“, flüstere ich. Der Arzt seufzt.
„Es tut mir wirklich sehr leid. Es gibt keinen Leovay. Er existiert
nur in ihrer Fantasie. Schauen sie in den Spiegel. Dort werden sie
ihn nicht sehen.“ Der tickt wohl nicht sauber. Aber ich mache es
trotzdem. Ich schaue in den Spiegel auf das Bett und...
Ich weiß nicht wie viele Tage
vergangen sind. Ich hatte einen erneuten Zusammenbruch. Ich kann
nicht mehr klar denken. Die Medikamente nehme ich nicht mehr, ich
weigere mich sie zu nehmen. Ohne sie kann ich ihn besser sehen. Es
ist mir egal, dass nur ich ihn in sehe. Er ist alles was ich brauche.
So lange ich ihn habe, brauche ich kein normales Leben. Er ist mein
Leben. Auch wenn ich nie wieder hier herauskomme. Er ist die Liebe
meines Lebens. Er ist mein Glück.
Ich liebe diese Geschichte. Sie passt einfach perfekt zur Autorin! *zwinker* Und ist einfach besonders - finde ich! Auch sprachlich gut gestaltet. Ich mag sie einfach. ^_^
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