Donnerstag, 24. Mai 2012

RL: Freiheit

geschrieben von Rabea L.



Freiheit

Jeder will es.
Jeder denkt er hat es und sucht es trotzdem.
Niemand weiß so recht, was Es ist.
Warum streben wir danach?
Warum wollen wir das Unerreichbare.
Man kann alles haben, alles besitzen, ja, wunschlos glücklich sein.
Familie, Freunde, Beziehung, Job, Geld, Macht.
Nichts reicht.
Reicht einem für den Seelenfrieden.
Nach was streben wir?
Ist es Freiheit?
Ist es einfach das erreichen des Unerreichbaren?
Alles ist perfekt und doch macht man sich unglücklich.
Nichts ist genug.
Ich bin hier, wäre aber gerne da.
Ich liebe meine Familie und doch will man so wenig wie möglich mit ihr zu tun haben. Wunschbilder der Traumfamilie sind da.
Da doch fern.
Die Realität würde reichen und doch ist das Sehnen zu anderen da.
Bekannte, Freunde, beste Freunde sind nichts weiter als flüchtige Begegnungen.
Die gemeinsame Zeit ist gut, toll, wunderbar.
Es kann nichts besseres geben.
Doch ein kleiner Stups kann diese kostbare Zeit zerstören.
Ein Sprung im Freundschaftsglas entsteht.
Er kann gekittet werden oder alles zerspringt in seine Einzelteile.
Für immer und ewig ausgelöscht.
Die Gemeinsamkeiten als Gegenseitigkeiten für alle Zeit abgetan.
Freundschaften enden, neue beginnen.
Nichts ist genug.
Man will mehr und mehr.
Beziehungen entstehen:
Alles ist perfekt.
Nichts könnte besser sein.
Grenzenloses Vertrauen, Schwerelosigkeit.
Perfekt.
Doch plötzlich wieder dieses Gefühl.
Ein Gefühl das einen gefangen hält.
Andere Personen treten ins Leben.
Die Vertrautheit wiederholt sich.
Ist für kurze Zeit perfekt und zerstört dann alles hinter sich.
Das streben nach Freiheit, dem Grenzenlosen macht einen kaputt.
Alles Gute wird vernichtet.
Erst wenn man alles ruiniert hat, kommt die Einsicht.
Einsicht darauf, dass das, was man besitzt, dass das Leben, das man führt, reicht.
So und nicht anders darf, muss das Leben sich abspielen.
Die Grenzen sollen nur in Gedanken überschritten werden.

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