Mittwoch, 30. Mai 2012

RL: Neue Wege

geschrieben von Rabea L.


Neue Wege

Alle Menschen sind Marionetten.
Marionetten ohne Verstand.
Ohne eigenen Willen.
Alles ist vorgegeben.
Jeder Weg vorgezeichnet.
Gezeichnet wie Schienen.
Nur ein Weg ohne davon abzukommen.
Jedoch gibt es Abzweigungen, die neue Wege, neue Entscheidungen freilegen.
Diese Änderungen des Lebens kosten viel.
Leichter ist es auf der Bahn zu bleiben.
Keine Änderung.
Alles gleich.
Das Leben bleibt das Leben.
Man bleibt eine Marionette.
Doch fällt diese Entscheidung gegen das Leichte.
Für das Neue.
Für das Gute.
Die Schnüre werden abgekappt.
Es gibt keinen mehr, der einen führt.
Der einen hochhebt und lenkt.
Man fällt hin.
Muss lernen alleine zu stehen, zu gehen, zu fliehen.
Man rafft sich auf.
Steht und geht.
Geht auf den neuen Weg.
Hat seine Entscheidung gefällt.
Ungewissheit über die Richtigkeit der Änderung.
War es richtig oder falsch?
Soll ich zurückkehren oder weitermachen?
Die Gefahr wird einem erst bewusst, wenn es kein zurück mehr gibt.
Die Gefahr des Neuen.
Was wird passieren, wenn alles schiefgeht?
Wenn alles gut geht?
Die Gefahr sein komplettes Leben zu ändern.
So zu ändern, dass man sich ändert.
Man ist nicht mehr man selbst.
Ein selbst, dass früher vorgegeben war.
Dass mit Glück einen selbst gezeigt hat.
Jedoch mit Pech nur eine Maske für die Gesellschaft aufweist.
Zeigt Freude ist jedoch geknickt.
Man fühlt, dass es falsch ist.
Dass man kämpfen muss.
Geht einen neuen Weg und offenbart sich selbst.
Andere denken, man ist anders, obwohl man erst jetzt man selbst ist.
Sie haben kein Verständnis für einen.
Sie sind noch Marionetten in ihrem Leben, während man selbst keine mehr ist.
Man hat sich endlich entschieden.
Entschieden selbst zu entscheiden.
Der neue Weg führt weg von den anderen und doch ist es richtig so.
So muss es sein.
Man muss man selbst sein.
Muss etwas wagen.
Muss etwas neues wagen.
Muss etwas ändern, wenn man etwas verändern will.
Man darf nur auf sich hören.
Nicht auf andere.
Muss die Schienen weichen lassen und sie vollends verlassen.
Denn das einzige, was man in einem, in seinem Leben falsch machen kann, ist keine Entscheidung zu fällen.

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