Es ist eine Kunst
sich Gedanken über ein Thema zu machen und darüber zu schreiben,
aber genauso eine Kunst ist es, sich spontan Zeit zu nehmen und zu
improvisieren.
Der erste Text
ist in Briefform Zuhause verfasst worden, der zweite Text im Trubel
einer Party.
Geschrieben von EB.
Tja,
was ist Glück?
Das ist die Frage, die mich beim Schreiben dieses
Textes (hoffentlich) beschäftigen wird.
Zunächst einmal
möchte ich festhalten, dass es unterschiedliche Arten von Glück
gibt. Man kann, wenn man Glück hat oder hatte, auch unheimlich
traurig sein. Genauso kann man aber auch glücklich sein, obwohl man
gerade unheimliches Pech hat. - Pech ist doch ein Gegensatz zu Glück,
nicht!? - Glück kann ohne das geringste Lächeln sein, es kann sich
aber auch in den reichsten Freudentränen zeigen. Man kann sogar
Glück haben, ohne es zu wissen...
Ich denke
„Glück“ ist ein Begriff, den man eigentlich gar nicht greifen
kann. Die einzige Art des Glücks, die wir uns vielleicht wirklich
vorstellen können, ist das Glücklich-Sein. Aber auch das ist schwer
zu beschreiben, obwohl es doch eine alltägliche Situation ist, dass
jemand vom Glücklich-Sein spricht. In dem Fall des Glücklich-Seins
ist „Glück“ also ein Gefühl – verursacht durch Hormone, die
durch komplizierte Prozesse unseres Nervensystems ausgeschüttet
werden. Damit ist es, das Glücklich-Sein, also auch bis zu einem
gewissen, sehr individuellen Punkt von uns selbst steuerbar.
Aber bedeutet
dies auch, dass Glück steuerbar ist? Nein, auf keinen Fall. Was es
aber wirklich bedeutet: Glück ist individuell. Sei es in der
Definition oder der Empfindung – aber auch dem Haben.
Somit ist Glück
also nicht-greifbar, individuell und alltäglich.
Ich
rate dir, da du es ja nicht festhalten kannst, dass du, sobald du das
Glück spürst, es fühlst, jeden Moment auskostest, es zulässt und
es in deiner Erinnerung behältst. Denn so alltäglich das Glück
auch ist – du weißt nie, wann es wieder da ist.
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