Montag, 22. Oktober 2012

EB: Vom Glück 1

Es ist eine Kunst sich Gedanken über ein Thema zu machen und darüber zu schreiben, aber genauso eine Kunst ist es, sich spontan Zeit zu nehmen und zu improvisieren.
Der erste Text ist in Briefform Zuhause verfasst worden, der zweite Text im Trubel einer Party.

Geschrieben von EB.

Tja, was ist Glück?
 Das ist die Frage, die mich beim Schreiben dieses Textes (hoffentlich) beschäftigen wird.

Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass es unterschiedliche Arten von Glück gibt. Man kann, wenn man Glück hat oder hatte, auch unheimlich traurig sein. Genauso kann man aber auch glücklich sein, obwohl man gerade unheimliches Pech hat. - Pech ist doch ein Gegensatz zu Glück, nicht!? - Glück kann ohne das geringste Lächeln sein, es kann sich aber auch in den reichsten Freudentränen zeigen. Man kann sogar Glück haben, ohne es zu wissen...
Ich denke „Glück“ ist ein Begriff, den man eigentlich gar nicht greifen kann. Die einzige Art des Glücks, die wir uns vielleicht wirklich vorstellen können, ist das Glücklich-Sein. Aber auch das ist schwer zu beschreiben, obwohl es doch eine alltägliche Situation ist, dass jemand vom Glücklich-Sein spricht. In dem Fall des Glücklich-Seins ist „Glück“ also ein Gefühl – verursacht durch Hormone, die durch komplizierte Prozesse unseres Nervensystems ausgeschüttet werden. Damit ist es, das Glücklich-Sein, also auch bis zu einem gewissen, sehr individuellen Punkt von uns selbst steuerbar.
Aber bedeutet dies auch, dass Glück steuerbar ist? Nein, auf keinen Fall. Was es aber wirklich bedeutet: Glück ist individuell. Sei es in der Definition oder der Empfindung – aber auch dem Haben.
Somit ist Glück also nicht-greifbar, individuell und alltäglich.

Ich rate dir, da du es ja nicht festhalten kannst, dass du, sobald du das Glück spürst, es fühlst, jeden Moment auskostest, es zulässt und es in deiner Erinnerung behältst. Denn so alltäglich das Glück auch ist – du weißt nie, wann es wieder da ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen