Mittwoch, 25. Juli 2012

JC: Gedanken zum Glück II

geschrieben von Jerina Cole.





Auf Antenne Bayern hieß es heute, dass den ganzen März 2012 lang die drei besten Glücksexperten Deutschlands jeden Morgen ihre Tipps zum „Glücklich sein“ geben werden. Glauben die wirklich, dass irgendjemand Zeit dazu hat, sich morgens um 7 Vorschläge für sein zukünftiges Glück zu holen?
Überhaupt – kann man Glück planen? Gibt es so etwas, wie den ultimativen Plan zum Glück überhaupt?
Ich sehe es schon vor mir: „100 Tatsachen zum Glück – so werden sie garantiert erfolgreich“ , „Zum perfekten Glück ihres Lebens – in 10 Schritten“… Alle Leute renne los, kaufen sich diese Bücher, befolgen diese Schritte und werden tatsächlich glücklich. Und was dann? Kann man Glück dann überhaupt noch den Wert zumessen, den es bei uns hat?
Wenn ‚Glück haben‘ und ‚glücklichs sein‘ so einfach geht – in 10 Schritten, in 5 Tagen – warum ist dann nicht jeder glücklich? Warum strebt dann jeder danach Glück zu haben? Dann müsste Unglück doch eigentlich viel schwerer zu erreichen sein?
Ich denke, dass liegt daran, dass Glück eben nicht planbar ist. Es ist das Engagement, der Fleiß, der richtige Ort, die richtige Zeit, die richtigen Personen und viele weitere Faktoren, die noch hinzukommen, die jeden Augenblickunseres Lebens darüber entscheiden, ob für uns eine Tür auf oder eine Tür zu geht.
Tja, und wenn dann mal alle Faktoren durch Zufall so zusammenspielen, dass das Ergebnis herauskommt, das wir uns wünschen, dann sind wir glücklich und habe wie einmal ‚Glück‘ gehabt!
Wobei: Wer sagt, dass das wirklich Glück ist? Und das ein Ereignis, dass wir als Unglück empfinden, wirklich Unglück ist und sich nicht im Nachhinein als Glück erweist? 

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