Auf Antenne Bayern hieß es heute, dass
den ganzen März 2012 lang die drei besten Glücksexperten
Deutschlands jeden Morgen ihre Tipps zum „Glücklich sein“ geben
werden. Glauben die wirklich, dass irgendjemand Zeit dazu hat, sich
morgens um 7 Vorschläge für sein zukünftiges Glück zu holen?
Überhaupt – kann man Glück planen?
Gibt es so etwas, wie den ultimativen Plan zum Glück überhaupt?
Ich sehe es schon vor mir: „100
Tatsachen zum Glück – so werden sie garantiert erfolgreich“ ,
„Zum perfekten Glück ihres Lebens – in 10 Schritten“… Alle
Leute renne los, kaufen sich diese Bücher, befolgen diese Schritte
und werden tatsächlich glücklich. Und was dann? Kann man Glück
dann überhaupt noch den Wert zumessen, den es bei uns hat?
Wenn ‚Glück haben‘ und ‚glücklichs
sein‘ so einfach geht – in 10 Schritten, in 5 Tagen – warum ist
dann nicht jeder glücklich? Warum strebt dann jeder danach Glück zu
haben? Dann müsste Unglück doch eigentlich viel schwerer zu
erreichen sein?
Ich denke, dass liegt daran, dass Glück
eben nicht planbar ist. Es ist das Engagement, der Fleiß, der
richtige Ort, die richtige Zeit, die richtigen Personen und viele
weitere Faktoren, die noch hinzukommen, die jeden Augenblickunseres
Lebens darüber entscheiden, ob für uns eine Tür auf oder eine Tür
zu geht.
Tja, und wenn dann mal alle Faktoren
durch Zufall so zusammenspielen, dass das Ergebnis herauskommt, das
wir uns wünschen, dann sind wir glücklich und habe wie einmal
‚Glück‘ gehabt!
Wobei: Wer sagt, dass das wirklich
Glück ist? Und das ein Ereignis, dass wir als Unglück empfinden,
wirklich Unglück ist und sich nicht im Nachhinein als Glück
erweist?
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